Das Baufinanzierungsgespräch

So bereitet man sich auf das Baufinanzierungsgespräch vor

Vor dem Traum vom Eigenheim hat Gott das Baufinanzierungsgespräch gesetzt. Denn da wenigsten null-589691_640(5)zukünftigen Bauherren die gesamte Finanzierung aus eigener Tasche bezahlen können, muss man sich an Banken, Sparkassen und anderweitige Kreditgeber wenden, um sich hier über möglichst passende Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren. Solche Beratungsgespräche können gänzlich unterschiedlich verlaufen. Als Laie weiß man meist nie, wie gut man tatsächlich beraten wurde. Um die verschiedenen Beratungsergebnisse hinterher bestmöglich miteinander vergleichen zu können, sollte man auf einige Punkte Wert legen und diese in jedem der Baufinanzierungsgespräche ansprechen.

Gut vorbereitet ist man hinterher tatsächlich schlauer als vorher

Bevor man sich zu einem Baufinanzierungsgespräch trifft, sollte man selbst bereits Zuhause in Ruhe einige Aufstellungen vornehmen. So sollte durchgerechnet werden, wie viel Geld im Monat tatsächlich verfügbar ist. Das heißt, welcher Betrag kann monatlich zur Tilgung eines Kredits aufgewendet werden, wenn vom Einkommen bereits alle nötigen Fixkosten abgezogen sind. Niemand möchte schließlich monatlich den letzten Cent in den Baukredit stecken, sondern immer auch ein wenig finanziellen Puffer beibehalten, sollte es zu unerwarteten Ausgaben kommen.

Weiterhin kann man bereits eine Aufstellung über das Verfügbare Eigenkapital ermitteln. Gibt es Geld auf Sparbüchern, sind hohe Beträge fest angelegt oder gibt es eine (erwartete) Erbschaft? Hier sollte an alles gedacht werden, wodurch sich das Eigenkapital womöglich erhöhen lässt.

Zahlen über Zahlen

Kaum ein Bauherr ist in der Lage, nach oben hin offene Kosten in Kauf zu nehmen. Daher sollte ein klares Maximum festgelegt werden, was man bereit ist zu zahlen. Zu denken ist hierbei auch an die mit dem Hausbau bzw. Hauskauf einhergehende Kosten wie Makler oder Notar. Alle anfallenden Nebenkosten sollten in dem Maximalbetrag also bereits hinein gerechnet sein. Kann man diesen dann später bei dem Beratungsgespräch nennen, lassen sich wesentlich konkretere Angebote erstellen.

Dem Berater sollte man auch sagen können, wie lange man insgesamt bereit ist, das Haus abzubezahlen. Niemand möchte den Rest seines Lebens an Kredite gebunden sein. Als Faustregel gilt hier, dass man die Immobilie spätestens bis zum Renteneintritt sein Eigen nennen sollte. Wer bereits früher kreditbefreit sein möchte, sollte dies dem Berater mitteilen. Damit man auch weiß, ob die während des Baufinanzierungsgesprächs genannten Kreditzinsen tatsächlich so attraktiv sind wie der Berater es behauptet, ist es empfehlenswert, sich vorab ein Bild darüber zu verschaffen, wie das aktuelle Marktniveau ist.

Und wie verhält es sich, wenn die Bauzinsen steigen sollten? Letztlich bleibt natürlich immer auch noch die Frage nach Fördermöglichkeiten. Wer sich vorab informiert, kann dies dem Berater direkt unterbreiten.