Energieausweis für Häuser

Was hat es mit dem Energieausweis für Häuser auf sich

Wer sich für das Thema Hauskauf interessiert, wird vielleicht schon einmal über den Begriff des Energieausweises gestolpert sein. Dem ein oder anderen dürfte er bereits geläufig sein. Für alle anderen, die sich vielleicht erstmalig mit dem Hauskauf auseinandersetzen bzw. dies erst in Zukunft planen, stellt sich dagegen mitunter die Frage, was es mit diesem Ausweis auf sich hat.

Der Energieausweis ist seit 2009 Pflicht

calculator-428301_640(1)Seit dem 1. Januar 2009 ist es Pflicht, dass alle Wohnimmobilien, die verkauft oder vermietet werden sollen, über einen Energieausweis verfügen. Eigentümer wie auch Käufer sollten hierauf also Wert legen. Im Grunde dient dieser Ausweis dazu, Auskunft darüber zu geben, wie hoch der Verbrauch bzw. Bedarf an Energie in dem jeweiligen Haus ist. Für Käufer ist dies eine besonders sinnvolle Sache, da diese nicht die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen müssen, sondern von vorneherein einsehen können, ob es sich bei dem zum Kauf auserwählten Haus um eine ‚Energieschleuder‘ handelt, oder sich in diesem Haus wirklich effektiv die Energiekosten senken lassen können.

Dabei lässt sich der Energieausweis nochmals in zwei Varianten unterscheiden. So gibt es den verbrauchsorientierten Energieausweis. Aus diesem wird ersichtlich, wie viel Energie die Immobilie tatsächlich in den letzten Jahren verbraucht hat. Daneben gibt es auch den bedarfsorientierten Energieausweis. Dieser zeigt den Gebäudezustand an und gibt an, wie die Prognosen für den Energiebedarf ausfallen.

Als Hauskäufer kann man auf den Energieausweis bestehen

Wer sein Haus vermieten, verpachten oder verkaufen will, muss einen solchen Energieausweis besitzen, um ihn vorweisen zu können. Als Mieter und Käufer hat man das Recht, sich diesen Ausweis vorlegen zu lassen. Hier sollte der Vermieter bzw. Verkäufer also entsprechend vorbereitet sein, andernfalls kann es sich sogar um eine Ordnungswidrigkeit handeln. Hausbesitzer können sich zum Beispiel an den TÜV wenden, wenn sie einen verbrauchsorientierten Energieausweis einholen möchten.

Hier ist mit Kosten bis maximal 50 Euro zu rechnen in aller Regel. Wer sich für einen bedarfsorientierten Ausweis interessiert, wird nicht herumkommen, einen Energieberater zu bestellen, der den Gebäudezustand direkt begutachtet und analysiert. Hier muss mit höheren Kosten gerechnet werden, höher als 300 Euro sollten diese aber in der Regel nicht ausfallen. Es macht Sinn, sich vorab zu erkundigen und sich unverbindliche Angebote einzuholen, die man dann in Ruhe vergleicht.

Mit einem Kostenvoranschlag weiß man von Beginn genau, welche Kosten auf einen zukommen können. Im Übrigen gilt: Ein solcher Ausweis kann zwar Empfehlungen geben, an welchen Stellen sich Modernisierungen im Haus lohnen und als sinnvoll erweisen, er verpflichtet jedoch nicht dazu, diese auch durchzuführen.