Kennen Sie sich mit Schleifmitteln aus?

Jeder Heimwerker muss sie ab und an verwenden. Die Rede ist von Schleifmitteln. Doch wissen viele gar nicht so genau, welches Schleifmittel sie wie verwenden sollten. Ebenso oft ist ein großes Unwissen darüber vorhanden, wann welche Körnung eingesetzt wird. Für viele gilt, dass es schnell gehen muss und deshalb doch bestimmt eine grobe Körnung okay wäre. Wollen wir einmal sehen, ob sie recht haben.

Was ist ein Schleifmittel?

sandpaper-153235_640Genau genommen wird durch diese Bezeichnung ein Schleifmittel auf einer Unterlage beschrieben. Doch um welche Qualität es sich bei diesem Schleifmittel handelt, dass sich nur dann klar sagen, wenn man das Material des Schleifkornes kennt, die Eigenschaften des Untermaterials sowie die Zusammensetzung des Bindemittels, das die Schleifkörner auf der Unterlage hält. Unter anderem ist es von diesen Eigenschaften abhängig, welches Schleifpapier ausschließlich zur Verwendung am Winkelschleifer, Deltaschleifer oder nur für die manuelle Verwendung geeignet ist.

Es wird zwischen einer offenen und einer geschlossenen Streuung unterschieden. Bei einer geschlossenen Streuung ist die Trägerunterlage vollständig mit dem Schleifmaterial belegt. Es liegt also Korn an Korn. Die offene Streuung hingegen weist lediglich eine Körnerdeckung von rund 50 % auf. Dadurch gelangt der Schleifstaub in die Zwischenräume zwischen den einzelnen Körnern. Lagert er sich dort ab, kann es zu sogenannten Schmierungen kommen. Zudem entsteht weniger Reibung, sodass der Abtrag geringer wird / ist.

Die Körnung

Bei der Körnung handelt es sich um das Material der Schleifkörner. Heutzutage wird nur noch selten das alte Schmirgelpapier eingesetzt, das tatsächlich mit Sand bestückt war. Heute wird eher zu Korund, Siliziumcarbid oder auch Diamanten gegriffen. Sowohl die Härte des Schleifmittels wie auch der Körnungsgrad sind auf der Verpackungsrückseite angegeben.

Mit einer groben Körnung, 6 bis 60 wird der erste Anschliff in Angriff genommen. Eine mittlere Körnung ergibt sich bei einer Dichte von 80 bis 150 Körnern. Mit dieser Qualität können Lackreste einfach entfernt und ein erster Anschliff bei Metallgegenständen vorgenommen werden. 180 bis 360 Körner werden für feines Schleifpapier eingesetzt. Wieder wird Metall mit dieser Körnung behandelt. Aber auch der Holzfeinschliff erfolgt bei einer Körnung von 180 bis 360 Körnern.

Welches soll genommen werden?

Dies ist selbstverständlich abhängig von den Gegebenheiten. So wird in den meisten Fällen eine Kombination der unterschiedlichen Qualitäten zum Einsatz kommen. Da gerade Objekte mit einer Vergangenheit oft zum Schmirgeln kommen, ist es nur verständlich, dass für die verschiedenen Arbeitsgänge auch unterschiedliche Stärken benötigt werden. Man wird nach dem letzten Feinschliff des Objektes sehen, wie gut man bereits gearbeitet hat oder man eine weitere Stunde hier bleiben möchte.